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Bauernverein Spiesheim
Bereits Anfang der 30-iger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde unter dem Vorsitz
von Wilhelm Hessinger ein Spiesheimer Bauernverein gegründet. Von 1938 bis in
den 2. Weltkrieg hineinführte Willi Mayerhöfer dieses Amt weiter. Nach 1945
ließ zunächst eine Neugründung auf sich warten.
Im Vorfeld der Ackerflurbereinigung wurde dann 1964 unter dem Vorsitz von
Alfred Erbes der Bauernverein reaktiviert. Dem damaligen Vorstand gehörten
weiterhin die Herren Jakob Dexheimer, Otto Kayser, Adalbert Jung, Edmund Keller
und Karl Schmitt an. In der Folgezeit entwickelte sich ein reges Vereinsleben
mit vielen Weiterbildungsveranstaltungen und Lehrfahrten.
Nach dem Tode von Alfred Erbes 1980 wurde Karl Schmitt dessen Nachfolger und
nach dessen Tod übernahm Richard Walter Martin im Jahre 1993 den Vorsitz. Seit 1997 steht Heribert Erbes dem Bauernverein vor. Die weiteren heutigen Vorstandsmitglieder sind Wolfgang Becker (Beisitzer), Egon Berberich (Schriftführer), Walter Dexheimer (beratendes Mitglied), Fred Gasse (stellvertr. Vors.), Andreas Jung (Beisitzer), Frank Kayser (Rechner), Armin Meitzler (Beisitzer).
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist auch am Spiesheimer Bauernverein
nicht spurlos vorüber gegangen. Heute zählt der Bauernverein noch 42
Mitglieder. Neben eigenen Aktivitäten werden zahlreiche Angebote übergeordneter
Verbände wahrgenommen.
Die Spiesheimer Gemarkung umfasst 731 ha. Sie gliedert sich wie folgt auf:
· 412 ha Ackerland
· 208 ha Weinberge
· 70 ha Straßen und Wege
· 22 ha Hof- und Gebäudeflächen
· 19 ha Grünflächen und Wald
Nach Abschluss der Bodenordnung (Flurbereinigung) 1999 stehen insgesamt über
30 km befestigte Wege zur Verfügung. Sie werden von der Bevölkerung auch als
Spazier- und Radfahrwege dankbar angenommen. Weiterhin entstanden im Rahmen der
Bodenordnung 10 Regenrückhaltebecken.
Darüber hinaus wurden 660 Bäume und ca. 9.400 Sträucher gepflanzt.
Unter
aktiver Mitarbeit des Spiesheimer Bauernvereins hat die Ortsgemeinde Spiesheim
mit der Errichtung des Weinbergturmes im Jahre 1998 ein besonderes Wahrzeichen
geschaffen. Dieser Turm wird von vielen Menschen aus nah und fern gerne
aufgesucht, gewährt er doch einen herrlichen Blick in das rheinhessische Hügelland
und die angrenzenden Gebirgszüge. Bei schönem Wetter lässt es sich am Turm
auch sehr gut verweilen. Das "Gebabbel am Turm" am letzten
Juliwochenende im Jahr bringt viele Menschen näher zusammen.
Heribert Erbes (Vorsitzender)
August 2009
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