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zum Vergrößern hier klickenDer Berg ruft sie in jedem Jahr aufs neue, entfacht ihre Leidenschaft Bergspitzen zu erklimmen, die noch ohne Seil und Haken zu bewältigen sind. Von luftigen Höhen die umliegenden Täler und Siedlungen zu betrachten und das wunderbare Panorama der Bergwelt in sich aufzunehmen. Die Rede ist von den Damen und Herren der Bergwandergruppe Spiesheim, die in diesem Jahr ihre Wanderungen weit südlich der Brennerregion im italienischen Teil der Dolomiten rund um San Martino di Castrozza ausführten.


zum Vergrößern hier klickenVom Ort ausgehend können viele schöne Wandertouren unternommen werden. Manchmal nimmt jedoch das Wetter keine Rücksicht auf die Pläne der Menschen. So wurde die 1. Tour von Gewitter, Hagel, Schnee und starkem Regen unterbrochen und konnte erst nach einer Hüttenbelagerung zu Ende geführt werden. Aus Erzählungen wurde überliefert, dass der Ort San Martino seinen Namen auf Grund einer Geschichte erhielt, die fast identisch mit der bei uns bekannten Geschichte von Sankt Martin ist, deren jährlich im November mit Laternenumzügen gedacht wird.

zum Vergrößern hier klickenDer 2. Tag begann zwar besser und bot anfänglich eine herrliche Bergkulisse, die aber recht schnell von Wolken eingehüllt und später mit Regen übergossen wurde. Kaum war der steile Anstieg von Punta Ces durch die mühsam zu erklimmende Spalte am Pilla Ceremana bewältigt so mussten die 1100 m auf nassem Gestein über den Rücken des Colbricon bis in das Tal Bonetta wieder abgestiegen werden. Anstrengend und teilweise auch schon mal gefährlich. Die freundliche Bewirtung und das gute Essen am Abendtisch ließen solche Anstrengungen jedoch sehr bald vergessen und sogleich wurde die nächste Tour wieder diskutiert und festgelegt.

zum Vergrößern hier klicken Die folgenden Tage versuchten wettermäßig die Wanderer zu entschädigen und boten herrlichen Sonnenschein und gute Fernsicht. So wurden die von San Martino aus schier unbesteigbar erscheinenden senkrechten Felswände der Cima Rosetta (2743) nach einem 3 Stunden langen Aufstieg über die Rückseite bezwungen. Das erste richtige Gipfelglück für diese Woche, im Spiesheimer Fachjargon auch "Höhepunkt" genannt, war geschafft. Wobei der folgende Abstieg zwischen Cima Rosetta, Cima Roda (2694) und Pala di San Martino (2982) zurück zum Ort auch eine zauberhafte Bergwelt offenbarte. An jedem Abend konnte man die durch die untergehende Sonne angestrahlten und jeweils bis ins blutrote verfärbten Felswände der gesamten Pala Gruppe bewundern. Ein Naturschauspiel, selbst erlebt, das kann einem die beste Postkarte nicht bieten.

zum Vergrößern hier klickenAm nächsten Tag wurde etwas zurückhaltender marschiert und der Weg durch das Val Venegia am Fuße des Monte Mulaz bis zur Hütte Segantini gewählt. Von hier sieht man die imposante Größe des Cimon della Pala, der mit 3184 m höchster Berg und auch zugleich Namensgeber dieses Gebirgszuges ist. Wegen seiner steilen Hänge und ähnlicher Form auch das "Matterhorn der Dolomiten" genannt. Am Donnerstag führte der Weg in einer Höhe von 2200 m über den Rücken des Cima Tegnola runter ins Tal, oberhalb von Caoria vorbei und wieder zum Ausgangspunkt zurück. Zwischendurch fühlten sich einige der Gruppe noch fit genug, um den Gipfel des Cima Sanaiol (2467) zu besuchen. Jedoch auch ein unbekannter und unbedeutender Berg will bezwungen sein. So musste sehr mühsam ein individueller Weg durch eine steile Wand gesucht werden um nach Durchstieg einer geröllhaltigen Spalte die letzten Meter am Fels klebend das Gipfelplateau zu betreten.

Am letzten Tag teilte sich die Gruppe erneut. Gruppe 1 bevorzugte eine Höhenwanderung von Punta Ces bis zum Tegnola. Gruppe 2 stieg an der Nordseite des Monte Mulaz (2906) bis zur Schutzhütte auf. Während eine Hälfte der Leute noch etwas ausruhten und danach den Abstieg begannen waren 4 Mann unterwegs zum Gipfel des Mulaz. Hier bot sich ein fantastisches Panorama. Vom Langkofel und Plattkofel im Grödnertal über die Marmolada bis zum Monte Cristallo in Cortina d Ampezzo waren die Berge zum greifen nahe. Wieder mal eine beeindruckende Belohnung für die Strapazen eines mehrstündigen Aufstieges. Beim unvermeidlichen Abschied wünschte sich sicherlich jeder der Gruppe diese Schönheit der Natur noch viele Jahre erleben zu dürfen.

Sigmund Jung,
September 2003

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